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Erfahrungen (4)

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Erfahrungsbericht

Zusammenhalt, der im Alltag trägt

Bei uns im Büro merkt man schnell, dass die Leute wirklich miteinander reden und nicht nur nebeneinander herarbeiten. Gerade wenn bei einem Kundenprojekt kurz vor knapp noch etwas geändert werden muss, findet sich fast immer wer, der mitdenkt. Das ist für mich im Vertriebsalltag der größte Pluspunkt. Ich kann meine Woche ziemlich eigenständig planen, hab moderne Arbeitsmittel und auch sonst das Gefühl, dass meine Meinung zählt. Klar, beim Thema Strategie könnte der Vertrieb noch öfter früher dazugenommen werden; wir sind halt nah an den Kunden dran. Aber die Wege sind kurz, die Stimmung ist unkompliziert, und nach einem langen Tag fahr ich meistens mit einem guten Gefühl heim. Austauschmöglichkeiten gibt’s genug, manchmal fast zu viele Termine. Weiterbildung und Entwicklung sind jedenfalls kein leeres Versprechen, wenn man selber Initiative zeigt.

Zusammenhalten ja, aber sonst ist noch viel Luft nach oben

Wenn’s stressig wird, hilft man sich meistens wirklich aus, sonst wär der Alltag kaum zu packen. Das Büro ist angenehm, Kaffee, Obst und die gelegentlichen Events sind nette Extras – aber sie lösen halt die eigentlichen Themen nicht. Die Arbeitsmenge ist oft ordentlich, gleichzeitig sollen Überstunden möglichst gar nicht anfallen. Wie das dauerhaft zusammengehen soll, ist mir nicht ganz klar. Ich war anfangs eh offen und hab mir gedacht, vielleicht wird vieles intern besser geregelt als bei anderen Firmen, die ich erlebt hab. Mit der Zeit war die Skepsis aber schon berechtigt. Von der Zentrale fühlt man sich eher weit weg. Es wirkt, als würden manche Standorte, vor allem Eferding, deutlich mehr Gehör bekommen. Ideen von anderen Teams versanden gern oder tauchen später plötzlich als Vorschlag der Zentrale wieder auf. Das ist schon frustrierend. Bei Prozessverbesserungen wird außerdem manchmal an den Abläufen herumgeschraubt, ohne die Leute einzubeziehen, die täglich damit arbeiten. Entsprechend praxisfern sind manche Lösungen dann auch. Führung ist kaum spürbar: Eine Führungskraft fehlt schon lange, die andere nimmt Anliegen gefühlt nur am Rand wahr. Vorschläge werden oft schnell abgebremst, statt sie gemeinsam anzuschauen. Und ja, hinter vorgehaltener Hand wird leider auch viel geredet. Mehr Ehrlichkeit, Präsenz und ein echter Blick auf die tatsächlichen Probleme würden dem Ganzen guttun.

Zwischen Jause, Ideen und echtem Zusammenhalt

Man merkt recht schnell, ob in einer Firma nur von Teamgeist geredet wird oder ob er im Alltag tatsächlich da ist. Bei hali ist es für mich eher das Zweite. Natürlich gibt es stressige Tage, Termine und Phasen, wo ordentlich was weitergehen muss. Aber man wird damit nicht allein gelassen. Im Team fragt wer nach, hilft kurz aus oder hört einfach zu, wenn’s grad zwickt. Das klingt vielleicht banal, macht aber einen riesigen Unterschied.

Zwischen guter Idee und schräger Stimmung

Die Einschulung am Land war angenehm organisiert, man hat Leute kennengelernt, es gab gemeinsame Ausflüge, Sommer- und Weihnachtsfeiern, einen Obstkorb und grundsätzlich ein Gleitzeitmodell, mit dem man privat halbwegs planen konnte. Die Kernzeit von 9 bis 15 Uhr war für mich wirklich ein Pluspunkt, ebenso die freien Wochenenden. Auch die Gewinnbeteiligung und das Gehalt waren nicht sensationell, aber zum Leben hat es gereicht. Mit dem Außendienst bin ich größtenteils gut ausgekommen, und die wöchentlichen Jour-fixe-Termine in der Wiener Niederlassung waren hilfreich, weil man wenigstens wusste, was gerade läuft. Es gab auch einige wirklich leiwande Kolleginnen und Kollegen, vor allem in der Zentrale. Man konnte lachen, sich normal austauschen und an manchen Tagen hat sich die Arbeit sogar recht locker angefühlt. Genau deshalb war es für mich dann umso enttäuschender, wie unterschiedlich das Ganze je nach Team und Führungskraft erlebt wurde. Das Motto mit „fun at work“ klingt auf Papier nett, nur sollte man es halt nicht nur für die Außendarstellung verwenden. Wenn Freude, Offenheit oder ein lockerer Umgang dann plötzlich als unpassend ausgelegt werden können, bleibt von dem Spruch nicht viel übrig. Mein größtes Thema war weniger die Arbeit selbst als das Klima rundherum. Es gab aus meiner Sicht zu viel Getuschel, zu viele Nebeninformationen und zu wenig klare, neutrale Kommunikation. Dinge, die man im Vertrauen erzählt hat, sind irgendwann an Stellen gelandet, wo sie meiner Meinung nach nichts verloren hatten. Besonders unangenehm war, dass manche Aussagen dann verdreht oder sehr einseitig weitergegeben wurden. Ich hab das leider erst spät durchschaut, weil gewisse Personen zuerst extrem sympathisch, lustig und offen wirken. Man redet halt normal miteinander und denkt sich nichts dabei. Im Nachhinein hätte ich deutlich weniger Privates erzählt, ganz ehrlich. Bei Konflikten hätte ich mir von Vorgesetzten mehr Ruhe, Rückgrat und Verschwiegenheit erwartet. Es kann immer Reibereien geben, das ist in keinem Büro anders. Aber wenn Führungskräfte nicht neutral bleiben oder sich gefühlt eher an die lautere beziehungsweise länger etablierte Seite hängen, wird es für neue Leute schwierig. Kritik sollte keine Einbahnstraße sein. Es reicht nicht, Feedback auszuteilen; man muss es auch annehmen können, ohne dass jemand danach das Gefühl hat, auf einer Abschussliste zu stehen. Teilweise waren Aufgaben und Zuständigkeiten auch nicht sauber genug abgegrenzt. Im Innendienst hatte ich öfter den Eindruck, dass man schnell zusätzliche Themen übernimmt, weil es eben gerade notwendig ist. Helfen ist ja grundsätzlich kein Problem, nur sollte klar bleiben, wer wofür verantwortlich ist und was eigentlich vereinbart wurde. Wenn man anspricht, dass etwas zu viel wird, sollte das nicht automatisch als mangelnde Loyalität verstanden werden. Neue Mitarbeitende hatten es meiner Wahrnehmung nach generell nicht leicht. Wer schon lange da war, hatte naturgemäß mehr Einfluss, was ich teilweise auch nachvollziehen kann. Nur entstand dadurch manchmal eine Art Hierarchie im Hintergrund, die nichts mit der offiziellen Position zu tun hatte. Wenn dann jemand zurückkommen wollte, schien für neue Leute der Platz plötzlich weniger sicher zu sein. Das erzeugt keine entspannte Atmosphäre. Auch bei gemeinsamen Spieleabenden oder lockeren Runden wäre mein Rat: nett mitmachen, aber nicht glauben, dass man sofort allen alles erzählen muss. Gemeinschaft entsteht nicht dadurch, dass jeder sein Innerstes offenlegt. Sie entsteht eher durch fairen Umgang im Alltag. Positiv fand ich, dass man über Verbesserungen und Neuigkeiten zumindest informiert wurde. Noch besser wäre es gewesen, Mitarbeitende an der Front früher einzubeziehen, gerade wenn Produkte, Abläufe oder Regeln geändert werden. Die Leute, die täglich mit Kundinnen und Kunden oder den konkreten Prozessen arbeiten, sehen oft recht schnell, wo etwas nicht funktioniert. Beim Thema Gleichbehandlung hätte ich mir ebenfalls mehr Bewusstsein gewünscht. Im Innendienst war die Verteilung zwischen Frauen und Männern ziemlich unausgewogen, und auch in Führungspositionen könnte eine gemischtere Besetzung helfen, unterschiedliche Blickwinkel reinzubringen. Das allein löst natürlich keine Kulturprobleme, aber es wäre ein Anfang. Die Außendarstellung als umweltbewusstes Unternehmen wirkte auf mich übrigens besser als die tatsächliche Umsetzung im Alltag. Da wäre weniger Image und mehr konsequentes Handeln glaubwürdiger. Etwas seltsam fand ich auch, dass positive Bewertungen auf Plattformen angesprochen oder nahegelegt wurden. Wenn ein Arbeitsplatz überzeugt, kommen gute Bewertungen normalerweise von selbst. Insgesamt war nicht alles schlecht, absolut nicht. Arbeitszeit, einzelne Benefits, einige Kolleginnen und Kollegen sowie Teile der Organisation waren ordentlich. Trotzdem bleibt bei mir ein gemischtes Gefühl, weil ein gutes Angebot wenig bringt, wenn man sich im Team ständig überlegen muss, wem man vertrauen kann. Mit klareren Grenzen, professionellerer Führung und weniger Flurfunk könnte das ein wirklich guter Arbeitsplatz sein.

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Über hali

hali ist ein österreichischer Hersteller von Büromöbeln mit Sitz und Produktion in Eferding, Oberösterreich. Das Unternehmen entwickelt und fertigt unter anderem Schreibtische, Stauraumlösungen, Regale, Empfangsmöbel sowie Elemente für Besprechungs-, Aufenthalts- und Akustikbereiche. Das Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen und öffentliche Organisationen, die Büro- und Arbeitsräume mit unterschiedlichen Nutzungskonzepten ausstatten. hali gehört zur BGO Holding, einer österreichischen Unternehmensgruppe im Bereich Büroeinrichtung.

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🌐 shop.hali.de

Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2026

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